Dem Gehirn bei der Arbeit zusehen

Ohne Zweifel ist das Gehirn das dominierende Leistungsorgan – nicht nur im Sport.

Die Fähigkeit zu Konzentration, [motorischem] Lernen, effizienter Bewegungskoordination und – präzision kann nur dann optimal funktionieren, wenn das Gehirn “vollständig aufgeladen” ist. In anderen Worten: Das Zentrale Nervensystem muss frei von Müdigkeit sein. Mit der Erfassung des Hirn-Gleichstrom-Potentials [Omega-Welle] können wir diesen Zustand objektiv messen.

Was ist die Omega-Welle?

Vereinfacht ausgedrückt ist das Gleichstrom-Potential eine sehr langsame Hirnwelle (<0,5 Hz) und kann mit zwei Elektroden gemessen werden: einer am Handballen der rechten Hand und einer an der Stirn.

Die Messung des Gleichstrom-Potentials hilft uns zentralnervöse Müdigkeit zu erkennen, ihre Auswirkungen auf die Leistung zu verstehen und die Auswirkungen verschiedener Trainingseinheiten und verschiedener Interventionen zu entdecken. Dies ermöglicht es uns das Training über eine starre Planung und subjektive Eindrücke hinaus zu optimieren.

Ein EEG im iPad

Ein erfreulicher Nebeneffekt des Technologiefortschritts ist, dass Apparaturen, die früher extrem groß, teuer, selten und nur bestimmten Berufsgruppen zugänglich waren, heute im Ipad-Format verfügbar sind. Dies erlaubt uns Feldforschung in der täglichen Praxis zu machen, was früher nur im Labor möglich war. Messungen von Stoffwechsel, Ultraschall, Muskel- und Gehirnaktivität sind gerade dabei den Mainstream zu erobern.

Im Vergleich zu Forschung in einem Labor können wir Erkenntnisse gewinnen, die Relevanz für uns selbst haben, anstatt Studien mit irrelevanten Gruppenmittelwerten zu vertrauen. Jeder Einzelne reagiert anders auf Trainingsreize und auch nicht immer auf die selbe Art. Daher ist es besonders wichtig sich ein Bild über die akuten Reizwirkungen zu machen, die eine Methode auf den Organismus auszuüben vermag, um langfristig den effizientesten Weg zur Sicherung der Trainingseffekte zu wählen.

Mit Omegawave Stress messen

Die Omegawave-Technologie hat sich für mich als hervorragendes Werkzeug zur Erforschung der Wirkung der akuten Kaatsu-Effekte erwiesen – nicht nur bei Sportlern. Ein interessanter Bereich ist die Arbeit mit Älteren und wenig belastbaren Menschen. Diese können sich aus verschiedenen Gründen oft kaum bis gar nicht bewegen, daher stellt sich die Frage wie man hier wirksame Belastungsreize setzen kann.

Der Ansatz der KAATSU-Methode erlaubt Trainingsreize auch ohne Bewegung auf den Organismus ausüben. Über die Veränderung des Blutflusses mittels fein justierbarer pneumatischer Bänder können wir auf biochemische Reaktionen hervorrufen, die ansonsten nur bei körperlicher Aktivität zu beobachten sind.

Mit der Omegawave-Technologie können wir objektiv bestätigen, dass verschiedene Anteile des Nerven- und kardiopulmonalen Systems aktiviert werden. Diese Erkenntnisse können wiederum auch für Sportler verwendet werden, um beispielsweise Regenerationsprozesse zu unterstützen. In jedem Fall eine Menge Stoff zum Weiterdenken!

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